Aktuelle Veranstaltungen

SEKTION ÄSTHETIK

19. Juni 2017, 19:30 Uhr

VINOE, Die Niederösterreich Vinothek
Piaristengasse 35
1080 Wien

 

Dagmar Travner

Gesicht des Grauens: Horror in bewegten/bewegenden Bildern


Der Horrorfilm – Perverser Voyeurismus oder Überwindung der eigenen Ängste?


Kein Filmgenre ist so stark repräsentiert und weit verbreitet wie der Horrorfilm: Doppelgänger, Zwillinge, Spiegel, Geisterwelt, unheimliche Kinder, beseeltes Spielzeug, Untote, Vampire, Serienmörder, Kannibalen, Folter, Sexploitation, Snuff, Zombies, Gespensterhäuser, gefälschte Authentizität, Besessenheit, Aliens, drastischer Horror mit expliziter Gewalt, Verstümmelungen, geschundene Körper in Splatter-, Gore- and Slasher-Filmen. Hinsichtlich der Produktion (Hollywood-, Independent-, Amateur-Streifen) und der Vertriebswege (Kino, CD, Netflix, YouTube, Download, Streaming) entwickelt sich dieses Genre extrem schnell und passt sich so den sich verändernden Sehgewohnheiten des Publikums rasch an – ein Phänomen, das sonst nur beim Pornofilm zu beobachten ist.


Doch im Gegensatz zum Sexfilm verbreitet der drastische Horrorfilm Angst, Gewalt und Schrecken, den wir körperlich miterleben. Geht es dabei um ein voyeuristisches Aufgeilen am Schmerz anderer? Lassen Spiegelneuronen unsere Ängste tanzen? Handelt es sich um eine besondere Form der Isopathie – ist es der Versuch, eigene Urängste mit künstlich erzeugter Angst zu bekämpfen? Oder ist es Angst-Lust, die schließlich eine Katharsis bewirkt? Was geschieht mit/in unseren Körpern, während wir – selbst in Sicherheit – die Gefahren, die Ängste und ja, die Folterungen der ProtagonistInnen physisch mitfühlen?


Dagmar Travner ist Schriftstellerin, Übersetzerin und Filmemacherin; sie lebt in Wien und Klagenfurt. Mehr zum Vortrag und zur Person auf http://www.travner.at

 

 

 

 

 

 
 

Wiener Psychoanalytische Akademie
in Kooperation mit den Sektionen Klinik, Ästhetik und Logik der Neuen Wiener Gruppe / Lacan-Schule

Zweijähriger Lehrgang 2014 – 2016

STRUKTURALE PSYCHOANALYSE (LACAN u.a.)

Anerkannt als Fortbildung vom BM für Gesundheit (DFP/ÖBVP) sowie als Wahlfach für die Ausbildung zum Psychoanalytiker/Psychoanalytikerin im "Wiener Arbeitskreis für Psychoanalyse" und in der "Wiener Psychoanalytischen Vereinigung"
(16 Module à 9 AE, insgesamt 144 AE)

Leitung und Durchführung:

August Ruhs, Karl Stockreiter, Judith Ransmayr, Georg Gröller sowie Gastvortragende

Beschreibung

Der Lehrgang soll die Möglichkeit bieten, sich mit den wichtigsten Positionen, Theoremen und Techniken der strukturalen Psychoanalyse in allen Anwendungsbereichen der von Freud abgesteckten Felder vertraut zu machen. Dabei wird es nicht nur darum gehen, die auf dem Werk Jacques Lacans beruhenden spezifischen Zugänge zu den Bereichen der so genannten klinischen, theoretischen und angewandten Psychoanalyse zu eröffnen, sondern auch darum, diese Anwendungsgebiete als Teile eines Ganzen zu erfassen und sie in ihren gegenseitigen Verknüpfungen und Durchdringungen darzustellen.

Somit sollen etwa klinische Phänomene mit ihren Entsprechungen in Kunst, Kultur und Alltagsleben bzw. in gesellschaftlichen und politischen Bewegungen interdisziplinär erfasst werden, wobei im Sinne einer komparatistischen Psychoanalyse versucht wird, Gleichläufe und Gegensätze zu anderen psychoanalytischen Konzeptionen herauszuarbeiten.

Ein weiterer Schwerpunkt wird in der Auseinandersetzung mit jenen Disziplinen liegen, welche die strukturale Psychoanalyse neben den gewohnten wissenschaftlichen Grundlagen in ihre theoretische und praktische Arbeit mit einbezieht. Dies umfasst neben verschiedenen traditionellen und aktuellen philosophischen Ansätzen vor allem Bereiche der Sprach-, Zeichen- und Bildwissenschaften. Dabei soll aber auch die kritische Beschäftigung mit jenen aktuellen Tendenzen nicht ausgespart bleiben, welche die Psychoanalyse in eine mit den freudschen Prinzipien nicht zu vereinbarende Richtung drängen möchten.

In klinischer Hinsicht werden Falldarstellungen unter Berücksichtigung einer an Lacan orientierten Behandlungstechnik besondere Beachtung erfahren.

Zielgruppen

Neben psychotherapeutisch und psychoanalytisch Arbeitenden wendet sich der Lehrgang auch an Personenkreise, in welchen die Einbringung psychoanalytischer Fragestellungen sinnvoll erscheint (wie etwa kultur- und sozialwissenschaftliche Disziplinen, Kunst, Literatur, Philosophie...)

Inhalte

1. Semester:
Grundzüge und Entwicklung der strukturalen Psychoanalyse. Konstituierung und Spezifität des menschlichen Subjekts, Genese und Formen der Objektbeziehungen und ihre Bedeutung für die psychoanalytischen Therapien

2. Semester:
Die psychoanalytischen Grundbegriffe – traditionell, schulenspezifisch, komparatistisch

3. Semester:
Gesellschaft und Kultur – Fragen aus den Bereichen von Soziologie, Politikwissenschaft, Ethnologie, Medizin und Biologie, Kunsttheorie, Sexualwissenschaft, Religionswissenschaft usw.

4. Semester:
Die psychischen Störungen und ihre psychoanalytische Behandlung

4 Termine im Wintersemester 2014/2015

Samstag, 4. Oktober 2014
Samstag, 22. November 2014
Samstag, 13. Dezember 2014
Samstag, 10 Jänner 2015

4 Termine im Sommersemester 2015

Samstag, 7. März 2015
Samstag, 18. April 2015
Samstag, 30. Mai 2015
Samstag, 13. Juni 2015

jeweils von 11 - 13:15 Uhr und von 14 - 18 Uhr (9 Einheiten)
Ort: Wiener Psychoanalytische Akademie, Seminarraum 6, Salzgries 16/3a

Anmeldung mit dem angefügten Formular per E-Mail an office@psy-akademie.at Seminargebühr pro Jahr: € 540.-
Gesamtgebühr für 2 Jahre: € 980.-
Einzahlung bis 1. Oktober 2014

Vor dem Seminartag werden Lektüreempfehlungen sowie Basistexte ausgesandt. Als Einstieg empfohlen: August Ruhs: „Lacan. Eine Einführung in die strukturale Psychoanalyse“, Löcker Verlag, Wien 2010

Auskünfte: Viola Seibert, Wiener Psychoanalytische Akademie Salzgries 16, 1010 Wien, Tel.: 532 01 50

Lehrende

Georg Gröller, Dr., Psychoanalytiker in freier Praxis, Mitglied des Wiener Arbeitskreises für Psychoanalyse, der Neuen Wiener Gruppe/Lacan-Schule und der Forschungsgruppe Psychoanalyse stuzzicadenti. Derzeitige Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Un/Aktualitäten des Ödipus, Ethik der Psychoanalyse, Psychoanalyse und Kunst

Judith Ransmayr, Dr. med., Psychoanalytikerin in freier Praxis, Mitglied der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung, der Forschungsgruppe Psychoanalyse stuzzicadenti und der Neuen Wiener Gruppe/Lacan-Schule.

August Ruhs, Univ.-Prof., Dr.med., Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Psychoanalytiker (IPV), Gruppenpsychoanalytiker, Psychodramalehrtherapeut. Bis 2011 stellv. Leiter der Univ.-Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie der Medizinuniversität Wien. Vorsitzender des Wiener Arbeitskreises für Psychoanalyse. Vorsitzender der Tiefen-psychologisch-psychoanalytischen Dachgesellschaft. Mitbegründer und Vorsitzender der Neuen Wiener Gruppe/Lacan-Schule, Mitherausgeber der Zeitschrift „texte. psychoanalyse. ästhetik. kulturkritik".
Zahlreiche Publikationen sowie Übersetzungen aus dem Bereich der klinischen, theoretischen und angewandten Psychoanalyse.

Karl Stockreiter, Univ.-Doz., Dr., Psychoanalytiker, Mitglied im Wiener Arbeitskreis für Psychoanalyse (IPA) und in der Neuen Wiener Gruppe/Lacan Schule; Gründungsmitglied
der Forschungsgruppe Psychoanalyse stuzzicadenti. Mitherausgeber der psychoanalytischen Zeitschrift „texte. psychoanalyse. ästhetik. kulturkritik".

 

 

SEKTION KLINIK

6. und 7. Dezember 2013

 

Vortrag und Workshop mit Pascale Hassoun (Paris)

Vortrag am Freitag 6.12.2013 um 20.15:
"Zum Mann werden - auch auf die Gefahr hin, einem Psychoanalytiker zu begegnen"
Ort: WAP, Salzgries 16
1010 Wien
Der Vortrag wird in französischer Sprache gehalten, die deutsche Übersetzung wird gleichzeitig projiziert

Workshop am Samstag 7.12.2013 von 10 -13 Uhr Kosten: €35.-
Ort: Praxis Univ.Prof. Dr. August Ruhs Landskrongasse 5/14
1010 Wien
Der Workshop findet in französischer und deutscher Sprache mit Übersetzung statt, was – positiv betrachtet – mit der Erfahrung einhergehen kann, dass Mehrsprachigkeit und die Verzögerung der Übersetzungsarbeit nicht nur Nachteile haben muss.
Anmeldung für den Workshop bei Magda Sorger-Domenigg magda.sorger@aon.at

Pascale Hassoun ist Psychoanalytikerin Freud' scher und Lacan'scher Prägung in Paris.
Sie hat viele Jahre in einer psychiatrischen Klinik und in Beratungsstellen für Kinder und Jugendliche in Pariser Vororten gearbeitet.
Sie ist Gründungsmitglied des Cercle Freudien und Mitherausgeberin der Zeitschrift "Patio" und "Che Vuoi“; außerdem war sie am Aufbau einer psychoanalytischen Bewegung auf den Antillen, in Marokko und in China beteiligt.
Um sie kennenlernen zu können wird Pascale Hassoun uns einen (bereits übersetzten) Text :"Der Neid, ein Schritt hin zum Tod oder ein Schritt hin zum Leben?" schicken, den ich gerne weiterleiten werde.

Dr. Magda Sorger-Domenigg

 

 

SEKTION ÄSTHETIK

30. November und 1. Dezember 2012

Institut français de Vienne, Währinger Str. 30, 1090 Wien

Tagung: "Das Verborgene im Werk – Einfälle, Skizzen, Modelle"

Konzept: Walter Pamminger (Neue Wiener Gruppe/Lacan Schule)

»Das Werk ist die Totenmaske der Konzeption.« Ausgehend von diesem Befund Walter Benjamins, der den schöpferischen Prozess, wenn er erfolgreich ist, als Vorgang mit tödlichem Ausgang auffasst, haben Werke ein mehr oder weniger bewegtes Vorleben und damit eine Biographie, die sogar tatsächlich als Graphie vorliegt. Dieses verborgene graphische Korpus übersteigt oft hinsichtlich seiner semiotischen Komplexität und medialen Heterogenität das veröffentlichte Werk.
Auf Basis dieses graphischen Korpus werden VertreterInnen
unterschiedlicher Kunstsparten und Wissenschaftsdisziplinen im Rahmen dieser Tagung über das Werden eigener oder fremder Werke sprechen. Sie legen Skizzen, Pläne, Vorstufen für Texte, Projekte, künstlerische Schöpfungen offen und geben so exemplarische Einblicke in das geheime Vorleben szientifischer oder künstlerischer Arbeiten. Dabei soll insbesondere das Zusammenspiel von Materialität und Ideenfindung fokussiert werden. Welche Rolle spielen die physischen Elemente der Kreation: Schreibunterlagen, Utensilien, digitale Tools und der Körperder AutorInnen? Auf welchen Zeichensorten basieren die vorausliegenden Formationen eines Werkes? Welche Übersetzungen und Transformationenfinden im Verlauf der Werkentstehung statt? Welche Inspirationshilfen, Kreativitätstechniken und Strategien werden angewandt, um Blockaden zu überwinden?
Zeichensetzungen werden hier als Werkzeuge(n) evident, sie sind
einerseits Zeugen einer Werkentstehung und fungieren andererseits als Werkzeuge, die es ermöglichen, unsere Gedanken zu externalisieren, sie sichtbar und auf neue Weise operabel zu machen, kurzum: Graphismen erlauben es uns, außerhalb des Kopfes selbstdialogisch weiterzudenken.

Freitag, 30.11.2012

15.00 Uhr
Begrüßung: Guillaume Rousson (Direktor des Institut Français de
Vienne) und August Ruhs (Neue Wiener Gruppe/Lacan Schule)

15.15–16.45 Uhr
Walter Pamminger (Wien):
Rollenwechsel der Zeichen in Entwurfsprozessen

17.00–18.15 Uhr
Hermann Czech (Wien):
Der Entwurf als Prozess

19.00–20.15 Uhr
Sybille Lewitscharoff (Berlin):
Hoch und immer höher hinaus

Samstag, 1.12.2012

9.00–9.45 Uhr
Gottfried Hinker
Pflaster, Faltmauer, Kupfergestell

9.45–10.30 Uhr
Sophia Panteliadou
Sicht – Blick – Entzug: Skandierungen des Sehens

11.00–12.15 Uhr
August Ruhs (Wien):
Wie Psychoanalytiker arbeiten

12.30–14.30 Uhr
Mittagspause

14.30–15.45 Uhr
Thomas Hensel (Siegen):
»vielfach in Bewegung, hantierend, vergleichend, schreibend und
einordnend«. Überlegungen zu einem übersehenen Aktanten der
Kunstwissenschaft

16.00–17.15 Uhr
Walter Seitter (Wien):
Weglass und Nachlass. Wie Pierre Klossowskis »Monnaie vivante« so wurde

17.30–18.45 Uhr
Benjamin Meyer-Krahmer (Leipzig):
Zur graphischen Praxis von Charles Sanders Peirce

19.00–20.15 Uhr
Michel Guérin (Aix-en-Provence/Paris):
Was ist ein Medium? Intention und Bedingtheit

 

SEKTION KLINIK

Zeit: Jeden Mittwoch von 12:00 - 13:30 Uhr
Ort: Hörsaal A der Kliniken am Südgarten (AKH Wien)

Auskünfte: Univ.-Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie Wien)
Währinger Gürtel 18-20, A-1090 Wien;

Tel. 40 400-3067

Vorlesung

Einführung in die Psychoanalyse / Tiefenpsychologie (mit besonderer Berücksichtigung der strukturalen Psychoanalyse Lacans)

Univ.-Prof. Dr. August Ruhs / Wintersemester 2014/15

Beginn: Mittwoch, 8. Oktober 2014

Kooperationsveranstaltung: Erweiterungscurriculum "Psychoanalyse" der Universität Wien, Medizinuniversität Wien, Akademie der Bildenden Künste Wien

 

 



SEKTION KLINIK

Psychoanalytische Theorien zur transgenerationellen Identifizierung oder
„Was Du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es um es zu verlieren“ (August Ruhs)

In der klinischen Praxis sind wir manchmal damit konfrontiert, dass die Einordnung in eine Generationenfolge aus ganz unterschiedlichen Gründen Schwierigkeiten bereitet. Ein „zu wenig“ aber auch ein „zu viel“ an Tradition und Überlieferung prägt dann die Symptome und das Leiden, mit denen Junge und auch Ältere in Therapie und Analyse kommen.
In einer 2-teiligen Seminarreihe werden psychoanalytische Theorien aus dem französischem Sprachraum vorgestellt, die sich  mit den Themen Tradition, Überlieferung, transgenerationelle Identifizierung und Weitergabe befassen.

A) MARIA TOROK und NICOLAS ABRAHAM UND HAYDEÉ FAIMBERG (MAGDA SORGER-DOMENIGG)
B) SERGE LEBOVICI, ALAIN DE MIJOLLA, FRANÇOIS VIGOUROUX UND ANDRÉ GREEN (WOLFGANG LASSMANN)

An Hand ausgewählter Texte möchten wir die zugrundeliegenden Modelle besprechen und mit den Erfahrungen der TeilnehmerInnen aus der klinischen Praxis, aus Literatur, Film oder des Alltags diskutieren.
Die Termine finden jeweils Samstag von 10.00 bis 14.00 in den Räumen der Psychoanalytischen Akademie, Salzgries 16, 1010 Wien statt.

17.3.2012  Wolfgang Lassmann, Magda Sorger-Domenigg
21.4.2012  Wolfgang Lassmann, Magda Sorger-Domenigg

Kosten: € 140.- für beide Seminare, zu zahlen bei Seminarbeginn     
Anmeldung und Information: magda.sorger@aon.at

 

SEKTION ÄSTHETIK

Privatseminar

Mittwoch
14.30-16.00

Walter Seitter:

 

SEKTION ÄSTHETIK Walter Seitter: In der Metaphysik lesen

Privatseminar

Mittwoch 16.15-17.45

Lektüre dieses berühmten Buches, dessen Gehalt durch den spätantiken Titel "Metaphysik" eher verdeckt wird und das eine "unnormale " Wissenschaft" sucht, um im Durchgang durch die normalen, also die poietischen, praktischen, theoretischen Wissenschaften eine selbständige Orientierung im Denken hebammenartig zu erleichtern. So nebenbei kann man dabei Griechisch lernen, hauptsächlich aber Deutsch: die Sachen benennen.

Für die beiden Privatseminare ist eine Internet-Seite namens Hermesgruppe eingerichtet worden:
http://hermesgruppe.blogspot.com/

Bereits erschienen:

Kurzrezension

 

 

SEKTION KLINIK

Zeit: jeden 3. Donnerstag im Monat, 20:15 - 21:45 Uhr
Ort: Praxis Dr. August Ruhs
Landskrongasse 5/14
A-1010 Wien
Telefon: 535 62 32

Jour fixe - Lektüre-Seminar

Lektüre und Diskussion von
„R.S.I.“,  Seminar XXII, 1974 - 75
(Übersetzung Max Kleiner, Lacan-Archiv Bregenz)

Leitung: August Ruhs

SEKTION KLINIK

Passagen Verlag

texte

psychoanalyse. ästhetik. kulturkritik.

Herausgegeben von Ulrike Kadi, August Ruhs,
Karl Stockreiter, Gerhard Zenaty

Erscheint vierteljährlich.
120 Seiten (pro Heft)
15,5 x 23,5 cm. Brosch.
ISSN 0254-7902

SEKTION KLINIK

Mein Körper und seine Bilder

von Juan-David Nasio

Übersetzt von Ulrike Kadi; August Ruhs
145 Seiten; 220 mm x 140 mm
2011 Turia & Kant
ISBN 978-3-85132-624-6

20.00 EUR

 

SEKTION KLINIK

August Ruhs

Lacan

Eine Einführung in die strukturale Psychoanalyse

Löcker Verlag Wien

12,5 x 20,5 cm
Broschur

188 Seiten
€ 14,80
ISBN 978-3-85409-554-5

www.loecker.at

Durch die Begegnung mit dem französischen Strukturalismus und insbesondere mit der strukturalen Linguistik hat die Psychoanalyse nach 1945 neue und wesentliche Impulse erhalten. Diese Neuorientierung, die gleichzeitig eine Rückbesinnung auf Freud und eine Re-Vision seiner Texte darstellt, ist mit dem Psychoanalytiker Jacques Lacan und seiner Schule eng verbunden. Die daraus hervorgehende Lehre hat nicht nur die klinische Psychoanalyse in Theorie und Praxis entscheidend, aber nicht unumstritten beeinflusst, sondern sie hat auch neue Sichtweisen auf kulturelle und gesellschaftliche Phänomene eröffnet, soweit diese mit der Frage nach unbewussten Sinn-, Bedeutungs- und Motivationszusammenhängen verbunden sind. Insbesondere durch die Einführung der Kategorien des Realen, des Imaginären und des Symbolischen hat sich eine Medientheorie entwickeln können, die eine traditionelle psychoanalytische Kunsttheorie von ihrer Neigung befreit hat, Kulturleistungen auf pathographische Dokumente ihrer Schöpfer zu reduzieren. Indem stattdessen das Werk selbst und vor allem unter Beachtung seiner formalen Dimensionen in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt wird, ist auch immer die von Sartre formulierte interessante Frage berührt, ob es eine Psychoanalyse der Sachen geben kann.

Dieses Buch soll im Hinblick auf diverse soziokulturelle und künstlerische Bereiche auch die strukturellen Beziehungen zwischen klinischer, theoretischer und angewandter Psychoanalyse die ihnen gebührende Beachtung geben.  Nicht zuletzt versteht sich das Buch als Förderung der nach wie vor zögernd erfolgenden  Rezeption der lacanschen Lehrinhalte, was zu einem großen Teil durch die Schwierigkeit der Lektüre ihrer Texte bedingt ist. Insofern bietet es sich einem weiteren Interessentenkreis als Einstiegshilfe in die faszinierend vielfältige und umfangreiche Geisteswelt eines zu Freud kongenialen Denkers an.

August Ruhs, Univ.-Prof., Dr. med., Facharzt für Psychiatrie und Neurologie., Psychoanalytiker (IPV). Vorsitzender des Wiener Arbeitskreises für Psychoanalyse. Leiter der Wiener Univ.-Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie. Mitbegründer und Vorsitzender der "Neuen Wiener Gruppe/Lacan-Schule". Mitherausgeber der Zeitschrift "texte. psychoanalyse. ästhetik. kulturkritik". Zahlreiche Publikationen aus dem Bereich der klinischen, theoretischen und angewandten Psychoanalyse.

 

SEKTION KLINIK
SEKTION KLINIK Grazer Lacan-Seminar